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Medio Campidano

Die Provinz Medio Campidano liegt im Südwesten der Insel. Es ist die kleinste Provinz der Insel, dünn besiedelt und wunderbar ruhig. Die Landschaft ist sehr abwechslungsreich, wunderschöne Dünen- und Hügellandschaften, Tiefebenen (Campidano) und die Monte-Linas-Berge im Norden.

Sardinien Urlaub in Medio Campidano

  

Allgemeine Informationen

Die Provinz Medio Campidano liegt auf der Südwestseite der Insel (grenzt an Carbonia-Iglesias, Oristano und Cagliari) und hat auch zwei Hauptstädte: Villacidro und Sanluri. Im Jahr 2013 hatte die Provinz eine Bevölkerung von etwa 100.624 Einwohnern, es ist eine relativ kleine Provinz mit etwa 1.516 Quadratkilometern (das sind 6,3 % der Fläche Sardiniens). Die Provinz hat 28 Gemeinden und ist die einzige der insgesamt 8 Provinzen Sardiniens, die noch kein Wappen besitzt.

Ein bisschen Geschichte

Die Provinz Medio Campidano ist eine der vier neu geschaffenen Provinzen. Im Jahr 2001 wurde die Insel Sardinien neu aufgeteilt, wodurch 8 statt 4 Provinzen entstanden. Offiziell wurde die Änderung jedoch erst seit Mai 2005 umgesetzt, als Wahlen zur Erneuerung aller Regierungsräte abgehalten wurden. Seit der Antike lebten in diesem Teil der Insel unterschiedliche Bevölkerungsgruppen, da er unter anderem reich an Kupfer, Silber und Blei ist. Erst seit dem 19. Jahrhundert entwickelte sich das Gebiet ebenso wie die Provinz Carbonia Iglesias im Bereich des Bergbaus.

 

Noch heute findet man Überreste aus dieser Zeit wie Baustellen, Dörfer und Weiler, die Zeugnisse der Industriearchäologie abgeben. Unter anderem sollten Sie sich bei Ihrem Besuch in dieser Provinz die Ansiedlung Su Nuraxi di Barumini nicht entgehen lassen, der von der UNESCO in die Liste des Weltkulturerbes aufgenommen wurde.

Unterwegs in der Provinz Medio Campidano

Dieser Teil Sardiniens wird auch La Provincia Verde, die grüne Provinz, genannt. Die Provinz ist vielfältig, es gibt tatsächlich viel zu besuchen: Meer, Berge, Wälder, Ebenen und Hügel. Die Provinz hat ihre eigene Identität bewahrt und ist weniger besiedelt als andere Gebiete. Den Italienern zufolge lässt es sich dadurch auch gesünder leben. Die Küstenregion wird aufgrund der Macchia (typische Vegetation), die die zum Meer hin gelegenen Hänge und Hügel bedeckt, auch Costa Verde genannt.

Su Nuraxi di Barumini

Auf Sardinien gibt es rund 7.000 nuraghische Stätten, die über die ganze Insel verteilt sind. Die Nuraghen von Barumini gehören zu den bedeutendsten und am besten erhaltenen Nuraghen und sind daher auf jeden Fall einen Besuch wert. Vor etwa 3500 Jahren, in prähistorischer Zeit, errichteten die Ureinwohner diesen archäologischen Komplex auf dem Berg Barumini. Su Nuraxi di Barumini steht seit 1997 auf der Liste des UNESCO-Weltkulturerbes. Die Struktur besteht aus einem zentralen Turm mit 4 kleineren Türmen. Um ihn herum ist eine Art Dorf entstanden, bestehend aus verschiedenen Häusern und Türmen, die durch enge Gassen verbunden sind. Der Mittelturm war einst etwa 19 m hoch und diente vermutlich als Wehrturm. In Begleitung eines Führers (englisch- und italienischsprachig) können Sie einen Blick auf den Turm werfen und auch alle Überreste besichtigen, die teilweise bis zu 1000 Jahre alt sind.

Schauen Sie sich hier kurz ein Video an

Costa Verde

Die Costa Verde, auch Marina di Arbus genannt, ist ein Küstenstreifen, der sich über etwa 47 Kilometer vom nördlichen Capo della Frasca bis zum Capo Pecora erstreckt. Dieser Teil Sardiniens hat wirklich alles zu bieten. Lassen Sie sich von den schönsten Stränden mit kleinen Felsbuchten, Bergen, Wäldern und immergrüner Macchia verführen. Hier sind alle Arten von Aktivitäten möglich, wie Wandern, Radfahren, Reiten, Bootsfahrten, Tauchen und Surfen. Die Costa Verde bietet wunderschöne, fast märchenhafte Strände zum Entspannen und Erholen in wunderschöner Natur. Besuchen Sie sie alle (einige sind etwas schwer zu erreichen) und wählen Sie Ihren Favoriten. Marina di Arbus; Torre dei Corsari; Portu Maga; Capo Pecora; Scivu; Funtanazza; Pistis, Piscinas. Bei Pistis und insbesondere bei Piscinas finden Sie eine fantastische Dünenlandschaft mit teilweise bis zu 60 Meter hohen Dünen, die vom Meereswind geformt werden. Diese Dünen gehören zu den höchsten in Europa und erinnern ein wenig an die Sahara-Wüste. Das Dünengebiet ist mehrere Quadratkilometer groß und lädt auch zum Wandern ein. Möglicherweise sehen Sie noch den sardischen Hirsch, den Cervo Sardo, der am Rande dieses Gebiets lebt.

 

Sa Spendula

Sa Spendula bedeutet wörtlich Wasserfall. Der Wasserfall ist eine bekannte Attraktion für Villacidro. Der Wasserfall entwickelt sich entlang des Flusses Coxinas, der etwa 700 Meter über dem Meeresspiegel liegt, und verläuft auf seinem Weg nach unten durch eine lange, enge Schlucht zwischen den beiden Bergen Margiani und Omo. Er macht etwa drei Sprünge, von denen der letzte fast 30 Meter lang ist. Die beste Zeit für einen Besuch des Wasserfalls ist die Regenzeit, ein Besuch ist aber auch im Sommer möglich.

Dank des Schriftstellers Gabriele D'Annunzio ist der Wasserfall auch Teil der Literaturgeschichte Sardiniens. Während seines Besuchs in Villacidro schrieb er 1882 ein Gedicht über den Wasserfall und veröffentlichte es in seinem Buch Capitan Fracassa. Der Inhalt des Gedichts betont die Kraft und den Zauber des Wasserfalls. Das gesamte Gedicht finden Sie weiter unten.

LA SPENDULA (G. D'Annunzio, 1882) 

Dense di celidonie e di spineti 
le rocce mi si drizzano davanti 
come uno strano popolo d'atleti 
pietrificato per virtù d'incanti. 
 
Sotto fremono al vento ampi mirteti 
selvaggi e gli oleandri fluttuanti, 
verde plebe di nani; giù pei greti 
van l'acque della Spendula croscianti. 
 
Sopra, il ciel grigio, eguale. A l'umidore
della pioggia un acredine di effluvi 
aspra esalano i timi e le mortelle. 
 
Ne la conca verdissima il pastore 
come fauno di bronzo, su 'l calcare, 
guarda immobile, avvolto in una pelle. 
 

Le acque di Sardara

Wörtlich übersetzt: „die Gewässer von Sardara“. Die Thermen von Sardara gehören zu den berühmtesten Kurorten Sardiniens. 

Der Komplex ist von viel Grün in einem großen Park mit mediterraner Vegetation umgeben. Das Thermalwasser aus einer vielen tausend Meter tiefen natürlichen Regenwasserquelle hat eine Temperatur von 45 bis 60 Grad Celsius. Das mineralisierte Wasser enthält bikarbonat-alkalisches Natrium und ist vorteilhaft bei der Behandlung von Hautkrankheiten wie Cellulite und Akne. Das Vorhandensein einer Nuraghe im Park weist darauf hin, dass das Thermalwasser bereits im 16. Jahrhundert v. Chr. von den Nuraghen bei der Durchführung von Ritualen genutzt wurde. Um das dritte Jahrhundert v. Chr. errichteten die Römer hier Bäder namens Aquae Neapolitanae, benannt nach den Überresten der nahegelegenen phönizischen Siedlung Neapolis. Nach der Ankunft des Christentums wurde der ehemalige heidnische Tempel der antiken Thermen der Santa Maria ad Aquas geweiht, daher der Name des Ortes in der Nähe von Sardara, wo sich die Thermen befinden. (Sardara, Ortschaft Santa Maria Aquas). Es werden verschiedene Anwendungen wie Schönheitsbehandlungen, Schlammbäder, Massagen und verschiedene Therapien angeboten. Ein Solarium und ein Fitnessraum stehen ebenfalls zur Verfügung. Kurz gesagt: Sehr empfehlenswert für den echten Spa-Enthusiasten!

Sardegna in Miniatura

Man muss nicht viel Italienisch sprechen, um diesen Titel zu verstehen, es handelt sich um einen Park, der Sardinien im Miniaturformat darstellt. Bei einem Spaziergang durch den Park erfahren Sie viel über die Natur, Geschichte und Kultur Sardiniens. Sie finden Miniaturkopien der wichtigsten Denkmäler Sardiniens, die detailliert nachgebildet sind. Außerdem gibt es im Park ein Astronomiemuseum und Sie können einen Eindruck vom prähistorischen Lebensstil der Nuraghen gewinnen. Sardegna in Miniatura finden Sie in Tuili. Weitere Informationen wie Öffnungszeiten und Preise finden Sie auf der Website.Sardegna in iniatura, Italien

Foto von parksmania.it

Gastronomie

Wie überall auf Sardinien können Sie viele köstliche lokale Gerichte genießen, die auf traditionellen Rezepten basieren. Wie zum Beispiel die berühmten Malloreddus (die sardischen Nudeln) und mit Ricotta gefüllte Ravioli, die in ganz Sardinien gegessen werden können. Eines haben diese Nudelsorten gemeinsam. Der Teig wird aus Getreide hergestellt, das häufig in Campidano angebaut wird. Medio Campidano ist eine fruchtbare Region und traditionell der Getreideproduzent Sardiniens.

Natürlich gibt es entlang der Küste viele Meeresfrüchte auf der Speisekarte, darunter frischen Fisch, Schalen- und Krustentiere. Diese werden gebraten, gegrillt oder in kräftigen Suppen verwendet. Weiter im Landesinneren gibt es Gerichte mit Gemüse, Kräutern und Fleisch. Als Gemüse werden wilder Spargel, Artischocken, Chicorée, Fenchel und natürlich Oliven verwendet. Die Fleischgerichte basieren auf Lamm, Wildschwein, Wild und Geflügel. Auf der Speisekarte stehen auch mehrere traditionelle Käsesorten.

Pane su civraxiu und su coccoi

Brot war auf Sardinien schon immer ein unverzichtbares Produkt. Es ist nicht nur ein wichtiges Lebensmittel, sondern spielt auch bei bestimmten Veranstaltungen und Aktivitäten wie traditionellen Festen und Familienfeiern eine Rolle. Auf Sardinien gibt es viele verschiedene Brotsorten und jede Region hat ihre eigenen Spezialitäten. Su Civraxiu ist ein typisch sardisches Brot aus Sanluri, einer der Hauptstädte von Mediocampidano. Das Brot wird aus Hartweizengrieß hergestellt und hat eine knusprige, braune Kruste und eine weiche, leicht duftende weiße Innenseite. Das Brot wiegt normalerweise etwa 2 kg. Traditionell wird das Brot von Hand geknetet und im Holzofen gebacken. Su Coccoi  ist ein weiteres typisches Brot auf Sardinien, hergestellt aus sehr feinem Mehl und Sauerteig, ist es lecker und knusprig und wird in eleganten Formen gebacken. Für den täglichen Verzehr sind es einfache Formen, aber bei festlichen Anlässen werden sie zu wunderschönen Formen wie Blumen, Zöpfen, Sternen und sogar ganzen Kunstwerken verarbeitet.

Tappadas

Zu den typischen Gerichten von Campidano zählen auch die Tappadas, auch Mungettas oder Monachelle genannt, bzw. Schnecken. Schnecken sind auf Sardinien sehr beliebt und gelten als Delikatesse. Tatsächlich handelt es sich um ein traditionelles Bauerngericht, da Schnecken auf dem Land weit verbreitet waren. Nach ausgiebigem Einweichen und Reinigen werden die Schnecken mit Knoblauch und Kräutern gekocht und anschließend mit Olivenöl und Petersilie bestreut.

In Medio Campidano gibt es viele Festivals, bei denen das Essen im Mittelpunkt steht. Diese Festivals oder Sagre sind eine hervorragende Gelegenheit, die typischen lokalen Gerichte kennenzulernen. Wir erwähnen einige:

  • Spargel Festival / Sagra dell’asparago, Serrenti - April
  • Kirschen Festival / Sagra delle Ciliegie, Villacidro - Juni
  • Ziegen Festival / Sagra della Capra, Arbus - Juli
  • Honing Festival / Sagra del Miele, Montevecchio - August
  • Schaf Festival / Sagra della Pecora, Pauli Arbarei - August
  • Honigmelonen Festival / Mostra Melone, Lunamatrona – August
  • Weizen Festival / Sagra del Grano, Sardara – September
  • Hülsenfrüchte Festival / Sagra dei Legumi, Las Plassas – Oktober
  • Safran Festival / Sagra dello Zafferano, Turri – November  
  • Artischoken Festival / Sagra del Carciofo, Samassi – November   

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