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Florenz Toskana

Die Stadt von Dante, Boccaccio, Leonardo da Vinci und Michelangelo

Florenz

Florenz: eine kleine Einleitung

Mehrere der fantastischen Meisterwerke von Michelangelo sind in Florenz zu finden. Aber die Stadt und die Provinz haben viel, viel mehr zu bieten.

Freilichtmuseum
Florenz ist eine der wichtigsten Kunststädte der Welt und ist außerdem die Hauptstadt der Provinz. Der Signoriaplatz mit dem Palazzo Vecchio ist ein wahres Freilichtmuseum. Hier stehen nicht nur der David von Michelangelo (eine perfekte Kopie, da das Original heute in der Kunstakademie aufbewahrt wird), sondern auch viele weitere Statuen. Daneben die Uffizien und Ponte Vecchio, auf der anderen Arnouferseite der Palazzo Pitti mit dem Boboli-Garten. Was die religiösen Gebäude betrifft, muss man sich natürlich den Dom anschauen, davor steht die Taufkirche mit ihren Paradiestüren, daneben der Glockenturm...und dann noch viele weitere hochinteressante Kirchen: Sehenswürdigkeiten genug.

Via de Tornabuoni
Die Stadt von Dante, Boccaccio, Leonardo da Vinci, Michelangelo und einer langen Reihe weiterer berühmter Namen ist klein und übersichtlich. Alt und neu gehen gut zusammen. Florenz ist auch eine echte Einkaufsstadt. Souvenirläden neben den Boutiquen der großen italienischen Marken. Und vergessen Sie nicht die Via de Tornabuoni, die Champs-Elysees von Florenz.

      

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Florenz: ein bisschen Geschichte

Florenz wurde von Julius Cäsar im Jahre 59 vor Christus gegründet. Es war zu jener Zeit eine kleine Siedlung für die römischen Soldaten, mit dem Namen "Florentia" die Blühende. Der schachbrettförmige Straßenplan der Stadt verrät seine Herkunft: die eines römischen Militärlagers.

Kommerzielles Zentrum
Weil die Stadt sich an der Hauptstraße zwischen Rom und dem Norden befindet, wurde sie schnell zu einem wirtschaftlichen Zentrum, welches vor Allem ab dem 13. Jh. einen großen Aufschwung erlebt. Die Stadt wurde später über 300 Jahre lang von der, vom Volk erlesenen Familie Medici regiert. Eine Familie kleverer Bankiersmänner, die unter ihrer Regierung die verschiedenen Städte der Toskana erobert, einkaufen und zum Großherzogtum der Toskana zusammenfassen. Florenz prägt damals die eigenen, weltweit anerkannten Gold-Münzen, die "Fiorini d'oro" (goldene Florine), woher der Namen verschiedener Währungen kommt, u.a. der holländische und der hungarische Gulden.

Hauptstadt
Als der letzte Medici Gian Gastone erbenlos starb, fiel die Stadt in die Hände der habsburger-lothringischen Familie Lorraine, welche mit einer kurzen Unterbrechung der Napoleonzeit bis 1860 hier regierte. In diesem Jahr beginnt die "Risorgimento"-Bewegung, bzw. die Vereinigung Italiens zu einem Königreich unter der Savoy-Familie. Zwischen 1865 und 1871 wird Florenz zur Hauptstadt des Landes, welches noch nicht vollständig wiedervereinigt war. Erst 1870 wird Rom erobert und wird die dritte, aber endgültige Hauptstadt Italiens.
 

Unterwegs in der Provinz Florenz

Florenz ist eine vielseitige Provinz. 

Natur
Der Vallombrosa Wald ist in der Umgebung von Florenz sicher das wichtigste Grüngebiet. Er liegt an den Hängen des Pratomagno und ist reich an Süßwasserquellen. Früher gehörte zum Wald auch ein künstlicher See, der aber leider verschwunden ist. Der Wald ist nicht nur wegen seiner Größe, sondern auch wegen der Geschichte und Vielfalt der Vegetation bekannt.
Bevor der Mensch die Kultivierung des Waldes begann, war er in erster Linie zusammengesetzt von Hartholz wie, Buche und Eiche. Es waren die Mönche, die die künstliche Vermehrung der Weißtanne angefangen haben. So entstand die berühmte Tanne des toskanischen Apennin. Ab 1866 begann eine intensive Wiederaufforstung und die Modernisierung des Straßennetzes. Die alten Kastanien wurden allmählich durch Pinienwald und zahlreiche exotische Arten ersetzt.

                      

Vallombrosa war und ist ein wichtiges Zentrum der Naturwissenschaften: es waren die Mönche, die im frühen 19. Jahrhundert die ersten Regeln des "guten Garten" festlegten und unterrichteten. Im Jahre 1869 wurde die Waldschule in der Abtei Vallombrosa gegründet, wo sie bis 1912 blieb. Dann ging die Schule mit einem neuen Namen "Forestry Institute" nach Florenz. Im Jahre 1936 wurde es ein Teil der Fakultät für Landwirtschaft und gehörte ab dann zur Universität von Florenz.

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Kultur

Castelfiorentino
Castelfiorentin liegt an der Kreuzung der Via Francigena mit der Via Volterrana. Im Jahre 1260 nach der berühmten Schlacht von Monteaperti, wurde hier der Frieden zwischen Siena und Florenz unterzeichnet. Seitdem ist diese Stadt sehr wichtig in politischer, wirtschaftlicher und künstlerischer Sicht. Dies ist hauptsächlich wegen der zentralen Lage der Stadt an der Grenze zwischen Florenz, Pisa und Siena. Gemäß der Volkstradition war es ein Junge namens Membrino, welcher die Stadt im 16. Jahrhundert vor der Zerstörung der Barbaren rettete. Er ist mit seinem Pferd auf der Uhr des Rathauses abgebildet.

Certaldo
In Certaldo sind u.a. Spuren der Etrusker aus dem VIII Jh.v.Chr. zu finden. Im Jahr 1164 gab Kaiser Friedrich Barbarossa die Stadt an die Grafen Alberti von Prato, welche sich im aktuellen Palazzo Pretorio niederließen. Von 1313 bis 1375 lebte  die Familie des Literaten Giovanni Boccaccio in dieser Stadt. Jedes Jahr findet hier in der dritten Juliwoche das internationale Straßen-Theaterfestival "Mercantia" statt.

Empoli
Die ersten Bewohner der Umgebung von Empoli waren die Etrusker und später die Römer. In der Altstadt sind Reste aus diesen Zeiten zu finden. Ein Beispiel ist der Springbrunnen auf dem Piazza Farinata degli Uberti, mit einer Bronzestatue aus römischer Zeit, mit drei Nymphen.

Limite
Limite liegt entlang dem Fluss Arno. Höchstwahrscheinlich war es zur Zeit der Etrusker schon ein Flußhafen. Die Schifffahrt war wichtig für das Dorf und die Schiffers aus Limite waren für ihre Fachkenntnisse im Gütertransport sehr bekannt.  Im Jahre 1861 entstand hier der erste Ruderverein Italiens und auch heute noch sind sie sehr erfolgreich. Zweimal im Jahr wird ein Dorffest mit dem Hauptthema des Ruderrennens zwischen den verschiedenen Bezirken organisiert: der "Palio di San Lorenzo" am 3. Sonntag im Juli und der "Palio con la montata" am 3. Sonntag im September.

Montaione
Auf dem Gebiet der Gemeinde Montaione sind Spuren einer Necropli (Gräbstätte) der Etrusker zu finden und Ziegel-Brennereien aus der Zeit der Römer in Poggio all'Aglione, Bella Fonte, Iano und Castelfalfi. Seit 1257 ist Montaione offiziell eine Stadt, als zu dieser Zeit die Herstellung von Glaswaren eine wichtige Einnahmequelle war. Zu Beginn des Industriezeitalters zogen diese Aktivitäten nach Empoli.

Montelupo
Montelupo liegt zwischen Montalbano und dem Fluss Arno und war ein wichtiger Verkehrspunkt, für die Verbindung zwischen Florenz, dem Apennin und der Tyrrhenischen Küste. Die Lage an einer alten Römerstraße welche Florenz und Pisa verband und das Vorhandensein von Wasserstraßen, führten zur Entwicklung von verschiedenen handwerklichen Tätigkeiten, worunter Keramik. Jedes Jahr im Juni wird das "Festa Internazionale della Ceramica" (internationales Festival der Keramik) organisiert.



Vinci
Vinci befindet sich am Fuße des Berges Montalbano, in einer grünen Hügellandschaft zwischen Weinbergen und Olivenhainen. Die alte Burg aus dem Mittelalter war im Besitz der Conti Guidi bis 1254 und wurde dann an die Florentiner übergeben. Heute ist es ein hochinteressantes Leonardo-Museum, vor Allem für seine Maschinen. Am 15. April 1452 ist Leonardo da Vinci in dem nahe gelegenen Dorf Anchiano geboren und er verbrachte seine Kindheit in Vinci. Auch das Geburtshaus in Vinci ist ein Museum geworden.

                      


Gastronomie

Zwiebeln
Mehrere Städte rund um Florenz sind bekannt für ihre kulinarischen Spezialitäten. In Certaldo gibt es zwei Arten von Zwiebeln: die "Vernina", eine rote Zwiebel mit einem starken Geschmack und die "Statina", lilafarbig, mit einem relativ süßen Geschmack. Letztere findet man nur bei lokalen Produzenten.

Artischocke
Empoli ist zusammen mit Certaldo die Stadt der Artischocken. Diese Artischocke ist tiefgrün mit violetten Blättern und hat einen weichen, süß-bitteren Geschmack, geerntet von April bis Juni.

                      

Brot
Montaione ist zusammen mit Montespertoli die Stadt des Brotes: 'la città del pane'. Toskanisches Brot ist salzlos. Der Kampf zwischen Pisa und Florenz im 12. Jahrhundert ist die Ursache dafür. Die Seerepublik blockierte den Salzhandel ins Ausland. Seitdem backen sie das Brot ohne Salz und diese Tradition wird auch heute noch gepflegt.

Wandern
Die Provinz Florenz hat eine sehr abwechslungsreiche Natur: von Hügeln bis Sumpf  und von Olivenhainen bis Wald. Die Möglichkeiten sind endlos für Wanderer jeder Art und Fähigkeit.



Wanderwege
Von Florenz ist es möglich, eine Tageswanderung in Richtung Wald von Vallombrosa zu machen. Der Weg führt durch Vallina und Pontassieve in den Wald hinein und dort kann man entscheiden, wie lange man die Runde im Wald machen möchte, da die Strecke bis  zu fast 90 km lang werden kann. 

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Radfahren
Rund um Florenz gibt es mehrere Möglichkeiten für Radsportler und Freizeitradler. Denken Sie an eine Tour durch die Chianti-Region oder eine Runde entlang der Seen, aber auch die zahlreichen Burgen in der Umgebung bieten ein interessantes Ziel für verschiedene Radtouren.

Fahrradwege
Ein besonders schöner Weg ist die "Strada dei Castelli". Dieser ist lang und schwierig und ist deshalb vielleicht eine der größten Herausforderungen in der gesamten Provinz. Der erste Aufstieg zum Macchino ist besonders steil, aber die Umgebung ist wirklich wunderschön. Der Weg führt durch mittelalterliche Dörfer, welche terrassenförmig an den Hängen gebaut wurden. Von der anderen Seite des Tales scheinen sie unerreichbar zu sein, aber die wirklichen Sportler erreichen die Spitze des Monte San Michele mit seinen 900 Metern Höhe.



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Wellness

Gambassi Terme
Seit Jahre 1977 trägt Gambassi den zweiten Namen Terme dazu, weil die Stadt offiziell wegen den Thermalwasserquellen als Kurort anerkannt wurde. Das Gebiet von Gambassi war schon zur Zeit der Etruskern und Römern bewohnt.

Montecatini Terme
Montecatini Terme ist eine der wichtigsten Thermalzentren in Europa. Das Wasser aus den Quellen hat eine besonders positive Wirkung auf die Leber und das Stoffwechsel- und Verdaungssystem. Von der neun Thermalbädern ist Tettuccio das bekannteste. Dieses prächtige Gebäude ist ein Symbol von Montecatini Terme geworden.

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Florenz, die Stadt an sich

Florenz bietet dem Besucher eine Menge auf dem Gebiet der Kultur, Natur und Veranstaltungen. Hier unten eine kleine Auswahl:

Kultur
Die Ponte Vecchio ist zweifellos die berühmteste Brücke in Florenz und die Einzige, die den 2. Weltkrieg überleben konnte. Auf der Brücke gibt es seit der Medici-Zeiten nur Goldschmiede, die hier ihren Schmuck verkaufen. Die aktuelle Brücke ist die zweite Brücke, die an diesem Ort gebaut wurde: die erste war im Jahre 1333 von einer Flut komplett zerstört worden und im Jahre 1345 wird die neue "Alte Brücke" gebaut.

Nicht weit von Ponte Vecchio liegt der Piazza della Signoria, mit dem Palazzo Vecchio - dem Rathaus, der Galleria degli Uffizi (Gemäldegallerie mit u. a. berühmten Werken von Michelangelo). Auf dem Platz stehen neben dem David von Michelangelo, auch der Kakus, die Judith mit Holofern, der Neptunbrunnen und das Reiterstandbild für Cosimo de´Medici, dazu die Loggia dei Lanzi mit vielen weiteren Statuen, davon sind eeinige 2000 Jahre alt. Zu Recht wird es das kulturelle Zentrum, oder auch Freilichtmuseum von Florenz genannt.

Am Domplatz befindet sich die 1296 gebaute fantastische Kathedrale Santa Maria del Fiore, mit auch heute noch der größten steinernen (Ziegelsteine) Kuppel der Welt. Dieses Meisterwerk wurde von Brunelleschi im Jahre 1420 begonnen und kann durch 463 Stufen bis zur Lanterne erobert werden. Neben dem Dom steht ganz stolz Giotto´s Glockenturm, welcher mit nur 414 Stufen ein bisschen niedriger ist. Da es im Mittelalter den nicht getauften Personen nicht erlaubt war eine Kirche zu betreten, hat man in Florenz auch eine Taufkirche, ein sogenanntes Baptisterium gebaut. Der Eintritt lohnt, da das Innere mit byzantinischen Mosaiken geschmückt wurde. Hinter der Kathedrale ist das frisch restaurierte Museum der Dombauhütte - Opera del Duomo einen Besuch wert.

Nicht zu verpassen ist die Santa Croce Kirche, die Franziskanerkirche von Florenz, in der mehrere Persönlichkeiten wie: Michelangelo, Galileo Galilei, Niccolo´Macchiavelli, Gioacchino Rossini bestattet wurden. Eine weitere wichtige Kirche ist San Lorenzo, die sogenannte Medici-Kirche mit ihrere unvollendeten Fassade, welche von Michealangelo angefertigt werden sollte, aber er war gerade dabei in Rom die Sixtinische Kappelle auszumalen. Auf der Rückseite der Kirche wurden in den Medici-Kappellen die wichtigsten Mitglieder der Familie bestattet und die Statuen natürlich von Michelangelo gemacht.

Einen weiteren Besuch muss man natürlich der Kunst-Akademie abstatten, wo sich zusammen mit dem originalen David von Michelangelo auch viele weitere wunderschöne Statuen befinden.

Nicht zu vergessen ist, dass Florenz insgesamt 72 Museen bietet!, dazu yahlreiche Kirchen, Paläste und vieles weiteres.

Natur
Die Boboli-Gärten sind ein echtes Highlight für Fans von Landschaftsgärten. Sie liegen hinter Palazzo Pitti, dem Palast der einst die wohlhabende Medici Familie wohnte und später die Königsfamilie Savoy. Neben verschiedenen Arten von Bäumen und Sträuchern können viele Statuen und Brunnen im Garten bewundert werden.

Ereignisse
Festa di San Giovanni: Das Fest des heiligen San Giovanni (Johannes der Täufer) wird jedes Jahr am 24. Juni in Florenz gefeiert. Überall in der Stadt gibt es Musik, Tanzen und Essen. Eine Vielzahl an Aktivitäten und Menschen in historischen Kostümen. Der Tag endet mit einem großen Feuerwerk.

           

Scoppio del Carro: Das Hauptfest zu Ostern in Florenz ist zweifellos Lo Scoppio del Carro (die Explosion des Wagens). Nach dem Gottesdienst im Dom, kommt ein schön dekorierter Karren auf den Piazza del Duomo und genau um 12 Uhr, legt der Bischof ihn in Brand mit einer Taube wonach ein buntes Feuerwerk explodiert.           

 

Andere Bereiche, in der Toskana